Forschungsprojekte

 

Life situations and support structures of older Syrian refugees in Mainz (Ältere syrische Flüchtlinge in Mainz: Lebenssituationen und Unterstützungsstrukturen) (2018-2019)

The immigration and integration of hundreds of thousands of refugees are among the most pressing political and social issues in Germany. It is already clear that this process is leading to many changes in society and its institutions. The focus of policymakers and public discourse thus far is on questions concerning the integration and support of younger adults and children. In fact, those under the age of 25 represent the largest proportion of refugees. Nonetheless, there is a notable proportion of older people among the refugees who have received little attention from academics, politicians and practitioners. There is thus a lack of systematic studies on their life situations, needs and perspectives as well as knowledge about which support they receive/perceive and to what extent the existing support structures react to their life situations. This explorative study seeks to narrow this research gap by asking about the needs and experiences of older Syrian refugees in Mainz. Its primary aim is to gain insights into their life situations and to relate the findings to the existing offers and measures of refugee and integration policies and services. In so doing, it seeks to provide first empirical evidence of the fit between the subjectively experienced reality of life and the existing support structures.

Funding: Das Projekt wird von der inneruniversitären Forschungsförderung finanziert (20.000 €)

Projektleitung: Dr. Vincent Horn

Forschungsstudierende: Julia Büchting & Mai Tamer

 

Emergence and Significance of Transnational Long-term Care Arrangements in Germany and the Netherlands (ESTRANCA) (Entwicklung und Signifikanz transnationaler Langzeitpflegearrangements in Deutschland und den Niederlanden) (2016-2019)

Durch die schnell ansteigende Zahl älterer und sehr alter Menschen in westlichen Gesellschaften, ist die Langzeitpflege im Alter zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen geworden. Im Zuge dieser Entwicklung lässt sich eine zunehmende Transnationalisierung von Langzeitpflege-Regimes beobachten. So sind z.B. in vielen Ländern migrantische Pflegearbeiterinnen zu einem wichtigen Akteur im Wohlfahrtsdreieck von Staat, Markt und Familie geworden. Das Forschungsprojekt wendet sich diesen Arrangements zu, in denen die Pflege älterer Menschen in Privathaushalten mit Hilfe migrantischer Haushaltsarbeiterinnen organisiert wird. Mit Deutschland und Holland vergleicht es zwei Länder mit sehr unterschiedlichen Langzeitpflege-Regimes und Traditionen. Das Projekt setzt sich die Analyse der sozialpolitischen Faktoren zur Entstehung und Verstetigung dieser grenzüberschreitenden Pflegearrangements zum Ziel und fragt insbesondere nach der Gestaltung des Pflegealltags, der in seiner Bedeutung für die gepflegten alten Menschen analysiert werden soll.

Projektleitung: Prof. Dr. Cornelia Schweppe und Prof. Dr. Anita Böcker

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Dr. María Bruquetas Callejo und Dr. Vincent Horn

Das Forschungsprojekt läuft vom 01.04.2016 bis zum 30.06.2019 und wird im Verbund mit der Universität Nijmegen durchgeführt. Finanziert wird es aus Mitteln der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und der Netherlands Organization for Scientific Research (NWO) im Rahmen des Open Research Area (ORA) Programms (530.000 €; Mitantragsteller)

Aging Across Borders: Older Peruvians transnational family ties and practices (Altern über Grenzen: Transnationale familiäre Beziehungen und Praktiken älterer PeruanerInnen) (Dissertationsprojekt) (2011-2017)

Studies in the field of transnational families have emphasized the complexities and consequences of older peoples’ situations in spatially-ruptured family arrangements. However, empirical evidence of the prevalence and structuring features of older peoples’ family related transnational activities remains scarce. Similarly, little is known about the relationship between age and/or specific stages in the life-course and the type and scope of older family members’ transnational engagement. Also scarcely researched is the association between different migration regimes and transnational family arrangements. This project aims to narrow this research gap through the study of older Peruvians’ transnational family ties and practices. It does so in the form of five essays which are framed by the overall research question of how, why and to what extent do older Peruvians engage in transnational family ties and practices?

This project has been funded by the German Research Association (DFG) in the context of the Research Training Group “Transnational Social Support” at the Universities of Mainz and Hildesheim.

 

Diagnóstico para la Identificación de las Desigualdades en el Ambito Sociolaboral de las Mujeres y Juventud de las Comarcas de los Grupos de Desarrollo Participantes en el Proyecto de Cooperación Mujerrural (Studie zur Identifikation sozialer und ökonomischer Benachteiligungen von Frauen und Jugendlichen im ländlichen Andalusien) (2008-2009)

Dieses Projekt wendet sich der Teilhabe von Frauen und Jugendlichen an Arbeitsmarkt und Entwicklung im ländlichen Andalusien zu. Angesichts des strukturellen Wandels in dieser Region, kommt der sozialen und ökonomischen Integration der beiden sozialen Gruppen eine besondere Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung zu. Zur Beschreibung ihrer Situation erfolgt zunächst eine Auswertung der verfügbaren Arbeitsmarktdaten und deren kritische Beleuchtung aus einer Geschlechterperspektive. In einem zweiten Schritt wird die Teilnahme von Frauen und Jugendlichen an den Entwicklungsprogrammen PRODER und LEADER PLUS analysiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei neben der Antragsneigung auf den Bewilligungschancen sowie der Höhe der Förderung prozentual zur privaten Investition. Um die Teilhabe von Frauen und Jugendlichen an den Entwicklungsprogrammen näher zu untersuchen werden Fokusgruppeninterviews mit beiden Gruppen durchgeführt. Darüber hinaus sind offene Interviews mit den LeiterInnen von 15 ländlichen Entwicklungsgruppen vorgesehen.

Projektleitung: Miriam Bastidas Aliaga (Instituto Bakun)

ProjektmitarbeiterInnen: Vincent Horn (Instituto Bakun), Inmaculada Zambrano Álvarez (Universidad Pablo de Olavide), Manuel T. González Fernández (Universidad Pablo de Olavide)

Finanziert vom Europäischen Sozialfond, dem Ministerio de Agricultura, Pesca y Alementación und der Junta de Andalucía, Consejería de Agricultura y Pesca de la Junta de Andalucía

 

La Diversidad y Heterogeneidad de las Necesidades y Demandas de las Mujeres en Aljarafe-Doñana (Studie zur Diversität und Heterogenität der Bedarfe von Frauen in Aljarafe-Doñana, Spanien) (2007-2008)

In dieser explorativen Studie sollen die Bedarfe von Frauen im Gebiet der Ländlichen Entwicklungsgruppe Aljarafe-Doñana in Andalusien empirisch erfasst werden. Mithilfe von Fragebögen werden neben den Bedarfen der Frauen auch verschiedene sozio-demografische Daten erhoben und ausgewertet. Ziel ist es, nicht nur die Diversität und Heterogenität der Frauen in diesem Gebiet aufzuzeigen, sondern auch auf ihren oftmals wenig beachteten Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung hinzuweisen. Die Ergebnisse sollen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen diskutiert und der breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Projektleitung: Miriam Bastidas Aliaga (Instituto Bakun)

ProjektmitarbeiterInnen: Johanna Dathe (Instituto Bakun), Vincent Horn (Instituto Bakun)

Finanziert von ADAD, Asociación para el Desarrollo de Doñana – Aljarafe.