Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte

Intersecting Sexuality – Rekonstruktionen sexueller Sozialisationsprozesse von jungen Erwachsenen zwischen Familie, Peers und Schule im Spannungsfeld von Geschlecht, Begehren und Milieu

Laufzeit: 2017 - 2021 (voraussichtliche Einreichung: März 2021)

Förderung: Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung

Kurzbeschreibung: Das Dissertationsprojekt will mit Hilfe von Gruppendiskussionen sexuelle Bildungsprozesse analysieren und beschreiben, in denen sich junge Erwachsene zwischen 18-21 Jahren zu sexuell empfindenden und handelnden Persönlichkeiten entwickeln - ein ‚sexuelles Selbst‘ entwickeln. Dabei wird nach den kollektiven biographischen Zusammenhängen zwischen den Einstellungs- und Handlungsmustern junger Erwachsener in Bezug auf ihre sexuelle Lebensführung und das Erleben schulischer Sexualerziehung befragt.

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Schulische Sexualerziehung aus Adressat*innenperspektiv - Sexualpädagogik im Spannungsfeld von Geschlecht, Begehren und Milieu

 Laufzeit: 2016 - 2018

Förderung: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Projektleitung: Prof.‘in Dr. Alexandra Klein

Kurzbeschreibung: Das Forschungsprojekt zielt auf die empirische Beantwortung der Frage, wie sich das Erleben schulischer Sexualerziehung von jungen Erwachsenen entlang der Kategorien Geschlecht, sexuelle Orientierung und soziale Herkunft konstituiert und inwiefern mit der unterschiedlichen Positionierung in gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen unterschiedliche Bearbeitungsformen und -möglichkeiten sexualpädagogischer Inhalte verbunden sind. Aufgezeigt werden die darin eingelagerten Sexualitäts-, Geschlechts-, und Normalitätskonstruktionen sowie die geschlechter- und milieudifferenten kollektiven Wissensbestände und Bearbeitungsstrategien. Das Forschungsprojekt lässt sich an den Schnittstellen von Geschlechter-, Sexualitäts- und Ungleichheitsforschung sowie der Schul und Jugendhilfeforschung verorten.

Ergebnisse: Schweitzer, Jann (2021): Sexualpädagogik aus Adressat*innenperspektive. In: Klein, Alexandra/Langer, Antje (Hrsg.): Konfliktfeld Sexualität. Intersektionale Analysen auf die pädagogische Bearbeitung des Sexuellen. Barbara Budrich Verlag (im Erscheinen).

Klein, Alexandra/Schweitzer, Jann (2018): Besorgte Eltern, die Kinder und die Anderen: Leiden und Zumutungen in schulischer Sexualerziehung, In: Widersprüche. Heft 148/2018, S. 31- 75.

 

Bedarfsevaluation eines Angebots für schwule und bisexuelle Männer bei Substanzkonsum im Rahmen von Sexualkontakten in Frankfurt am Main

Laufzeit: 2016

Förderung: AIDS-Hilfe Frankfurt e.V.

Kurzbeschreibung: Bei Männern*, die Sex mit Männern* haben, sind andere Konsummuster von Substanzen verbreitet als in der Gesamtbevölkerung. Häufig findet der Konsum im Rahmen von Sexualkontakten statt. Die Folgen des Substanzkonsums erstrecken sich auf die üblichen Wirkungen der Substanzen, sowie auf ein mögliches HIV- und STI-Infektionsrisiko. Schwule und bisexuelle Männer*, die aufgrund ihres Substanzkonsums Beratungs- und Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen wollen, sehen sich allerdings mit einem Hilfesystem konfrontiert, das bisher nur sehr vereinzelt auf ihre Bedürfnisse eingehen kann. Bestehende Drogenberatungsstellen in ganz Deutschland sind auf eine Beratung zum Konsum von illegalisierten Substanzen im Kontext von schwuler Sexualität bisher nicht vorbereitet.  HIV-Präventionsprojekten für schwule Männer* hingegen fehlen noch detaillierte Kenntnisse hinsichtlich der Wirkweisen, Risiken und Behandlungsmöglichkeiten der konsumierten Substanzen. Ziel dieses Projekts ist es, dort anzuknüpfen, das Angebot der AIDS-Hilfe Frankfurt in diesem Bereich zu ergänzen und die Entwicklung von Aufklärungs- und Beratungskonzepten zu erarbeiten sowie zu evaluieren.

 Ergebnisse: Gruppenangebot Chemsex & {quapsss}